Der Begriff "Mezzanine" stammt ursprünglich aus der italienischen barocken Architektur und bezeichnet ein niedriges Zwischengeschoss zwischen dem Erd- und dem Obergeschoss. Als hybride Finanzierungsart bedeutet Mezzanine-Kapital somit nichts anderes als eine gezielte und der Situation angepasste Mischung aus Fremd- und Eigenkapital.
Graphik: Diese bildhafte Darstellung illustriert den Charakter von Mezzanine-Kapital:
Das Eigenkapital als Haftungssubstrat entspricht dem Erd- und das vorrangige Fremdkapital
dem Obergeschoss. Mezzanine-Kapital verkörpert das Zwischengeschoss.
Verschiedene Eigenkapital-Komponenten wie eine Gewinnbeteiligung oder Aktienbezugsrechte verleihen dem Mezzanine-Kapital eine eigenkapitalähnliche Erscheinungsform. Juristisch bleibt Mezzanine-Kapital jedoch meist Fremdkapital, was entsprechende wirtschaftliche, juristische, steuerrechtliche und buchhalterische Konsequenzen hat.
Da das Mezzanine-Kapital gegenüber dem vorrangigen Fremdkapital nachrangig, ungesichert und damit einer höheren Verlustwahrscheinlichkeit ausgesetzt ist, kommt es jedoch grundsätzlich teurer zu stehen als vorrangiges Fremdkapital.
Die Eigenheiten von Mezzanine-Kapital ermöglichen Gestaltungsraum für die Strukturierung unternehmensspezifischer Finanzierungslösungen und zur Finanzierung von Wachstum und Nachfolge.